Unfallversicherung

Mehr als ein Drittel aller Unfälle ereignen sich bei der Arbeit. Für diese Arbeitsunfälle und auch für anerkannte Berufskrankheiten tritt die gesetzliche Unfallversicherung ein, jedoch nur für Personenschäden, nicht für Sachschäden.

Wer sich zusätzlich absichern möchte, um seinen Lebensstandard auch nach einem Unfall aufrecht erhalten zu können, um Einkommenseinbußen aufzufangen, zusätzliche Pflegepersonen oder Haushaltshilfen zu finanzieren oder andere Mehraufwendungen während einer Genesung tragen zu können, für den empfiehlt sich eine private Unfallversicherung.

In der Unfallversicherung kann eine Person üblicherweise ab Geburt versichert werden. Die Tarife der Versicherer sehen in der Regel Höchsteintrittsalter vor (häufig das 75. Lebensjahr). Zum Teil wird auch im Vertrag durch Antrag oder AUB vereinbart, dass die Unfallversicherung nur bis zu einem bestimmten Alter, z.B. 80 oder 85 Jahre, unverändert fortgeführt werden kann. Mit Blick auf das AGG sind solche Altersregelungen nicht unkritisch.

Die gesetzliche Unfallversicherung stellt den Arbeitgeber von Haftungsansprüchen frei, die aus einem Unfall am Arbeitsplatz oder auf dem Weg zur Arbeit entstehen können. Außerdem dient sie der Wiederherstellung der Arbeitskraft oder des Ausgleichs der wirtschaftlichen Folgen einer unfallbedingten Berufsunfähigkeit.

Mitglied in der gesetzlichen Unfallversicherung wird der Arbeitgeber durch Anmeldung bei der zuständigen Berufsgenossenschaft. Sie ist eine Pflichtversicherung. Beiträge werden im Umlageverfahren erhoben und basieren auf der Lohn- und Gehaltssumme des Betriebes.

In der Presse und von Verbraucherschutzverbänden wird gerne behauptet, die private Unfallversicherung sei überflüssig. Diese Darstellung ist irreführend und deshalb verbraucherschutzfeindlich. Voraussetzung einer Leistungserbringung aus der Unfallversicherung ist immer, dass ein Unfall (im Versichererdeutsch: ein plötzlich von außen auf seinen Körper einwirkendes Ereignis, durch das er unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet) auch bleibende Folgen hinterlässt, also eine Behinderung oder sonstige dauerhafte Beeinträchtigung des Körpers.

Invaliditätsleistung

Die frei festlegbare Summe wird fällig, wenn durch einen Unfall eine dauerhafte Invalidität eintritt. Die Summe stellt die Obergrenze bei 100 % Invalidität dar, bei kleineren Invaliditätsgraden gibt es entsprechende Anteile. Durch so genannte Progressionsvereinbarungen kann die tatsächlich zu zahlende Summe bei steigenden Invaliditätsgraden überproportional erhöht werden, z.B. um bis 500 %. Der Invaliditätsgrad wird ärztlich festgestellt, er ist aber für bestimmte Behinderungen wie den Verlust von Gliedmaßen in der so genannten Gliedertaxe bereits abschließend festgelegt.

Todesfall Leistung

Verstirbt ein Unfallopfer, wird eine vorher festgelegte Summe fällig, zum Beispiel für die Beerdigungskosten.

Praxistipp

Bergungskosten

Mit Summen zwischen 2.500 und 5.000 EUR sind üblicherweise die Kosten einer Bergung des Unfallopfers automatisch mitversichert.

Unfall-Krankenhaustagegeld

Für die Zeit eines Krankenhausaufenthalts wird ein Tagegeld gezahlt, mit dem die zusätzlichen Kosten dieser Zeit aufgefangen werden können. Zusammen mit der Tagegeldversicherung kann der Betriebsinhaber beispielsweise seine Ersatzkraft für diese Zeit finanzieren.

Kosmetische Operationen

Nach einem Unfall sind häufig entstellende Narben etc. zu entfernen, was zumindest die gesetzliche Krankenversicherung nicht übernimmt.
Es gibt noch einige weitere Leistungsarten, die aber eher untergeordnete Bedeutung haben.

Praxistipp

Leistungshöhe

Berücksichtigen Sie zur Wahl der Summe folgende Hinweise: Wie viel kostet voraussichtlich ein behindertengerechter Umbau der Wohnung (Rampen, Lifteinbau, Verbreiterung von Türen etc.)?

Welche sonstigen Kosten können bei einem Unfall auf den Kunden zukommen (behindertengerechtes Kraftfahrzeug, Umbauten am Arbeitsplatz etc.)?

Wenn das Nettoeinkommen bei einer unfallbedingten Berufsunfähigkeit nicht durch andere Versicherungen ausreichend abgedeckt ist: Monatliche Versorgungslücke (Nettoeinkommen minus vorhandene andere Versorgungsleistungen) x 12 x restliche Berufsjahre bis zum Rentenbezug : 2 = ungefähres Kapital, das zur Sicherung des Einkommens benötigt wird (finanzmathematisch korrekt würden Sie mit dem Diskontierungssummenfaktor arbeiten).

Welche sonstigen laufenden Kosten können auf den Kunden zukommen (Einstellung einer Pflegekraft oder einer Haushälterin u.s.w.) ? Dann sind diese wie oben beschrieben zu schätzen.

Beispiel
Praxistipp

Versicherbare Personengruppen

In der privaten Unfallversicherung kann jede Person, beginnend mit der Geburt, versichert werden, um vor den wirtschaftlichen Folgen eines Unfalls abgesichert zu sein. Lange Zeit waren nach den AUB Personen nicht versicherbar, die
an einer Geisteskrankheit leiden oder
die dauernd pflegebedürftig sind, d.h. dass sie die Verrichtungen des täglichen Lebens (Körperpflege, Anziehen, Essen) überwiegend nicht ohne fremde Hilfe bewältigen können.

Der Versicherungsschutz erlischt für diese Personen automatisch, sobald sie pflegebedürftig oder geisteskrank geworden sind. Bereits entrichtete Beiträge für den Zeitraum, in dem keine Versicherbarkeit mehr besteht, werden zurückerstattet (§ 3 AUB 88/94).

Nach Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes hat der GDV keine Empfehlung mehr für eine solche Klausel herausgegeben. Es liegt daher seitdem bei den Versicherern, ob und wenn ja, welche Regelung sie dafür treffen wollen.

Für Personen mit körperlichen Fehlern, Gebrechen oder Krankheiten, bei denen infolge eines Unfalls mit einem Rückfall oder einer Verschlimmerung zu rechnen ist, können einschränkende Bedingungen vereinbart werden. Um die anfallenden Preise ermitteln zu können, nutzen Sie unseren kostenlosen Unfallversicherung Vergleich, welcher Ihnen die Möglichkeit bietet, diese direkt online zu berechnen.

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